Der Platz hat keinen Namen. Nur Straßenschilder zeigen in alle Richtungen, als wollten sie sich verlaufen.
Eine Seite des Platzes endet im Nichts reiner Geometrie – der Marsbahnhof – Strichmuster, Glas und Beton: ein Schwimmbad. Das gibt dem Platz Gewicht. Zwei Kneipen, das Bistro mit der Markise geben ihm Licht, wenn es spät wird, und ein paar Läden tagsüber Leben.
Und immer spielen drei kleine Jungs Ball; und manchmal tragen die großen Mädchen Kopftücher, damit man nicht sieht, was viel zu schön sein muss, um ganz wahr zu sein.
Früher Abend, wenn dir die Stadt hier unter den Bäumen entgegentritt, wie anderswo auf der Welt irgendein anderer Ort dich umgibt, und dies ist meine Stadt. Ich kenne sie bis in die Wäsche.
Händel schläft unter Bäumen, die Sonne im Westen verbrennt. Ein Turm döst in düsteren Träumen. Kein Ziel ist so fern wie der Bonner Moment.
im wehen Grün des Ahorns verraucht ein Augenblick im Frühling funkelnd schießt der Ulme Flimmerherz ins Glück und noch ein Grün ist Sensation
gegenüber liegt der Maulwurf Stadt aufgestemmt offen und der Himmel hängt voller Schlüssel bilden quadratische Sonnenschirme parallele Winkel über Biertischen sitzen sechs Leute angeregt schwatzend und der Mann der immer lacht ist auch da und lacht und lacht
ein paar Rollerblades stolpern durchs Bild und die tafferen Türkenjungs spielen Ball
nebenan versucht es vor Vergnügen quietschend ein kleines Mädchen auf der Wippe mit der Mutter der Vater hält erst mal den Kinderwagen fest damit der nicht in den Sandkasten klettert ein Hund bellt jetzt nicht
nicht zu vergessen auch die unerwähnte Frau diesmal ohne Kopftuch drei unerwünschte Halbstarke ohne Gehirne drei fette Patriarchen vom Balkan die immer hier sind schon betrunken lärmend die Gläser hebend und hast du nicht gesehen haben drei dralle Russinen auf Französisch um dich gewürfelt und jetzt
sieh den Poeten aufrecht und stolz aus den Anden herabgestiegen ins Rheintal von zwei Frauen begleitet die folkloristische Korbtaschen tragen zieht er gemessenen Schritts über den Platz vorbei an den Warnschildern und Absperrgittern in Richtung Paradies
Am Dachfirst wird heute der Kugelfisch aufgeblasen, und ein Siebenbürger Bauer klettert an einer langen Leiter zu seinem Obstgarten in die nächste Wolke.
Der Marokkaner bringt den Capuccino heraus.
Von nebenan schmeißt sich die Rose näher ran, und riesige bunte Falter taumeln durch unbekannte Zusammenhänge… Sind denn den Pfauen endlich die Augen aufgegangen? Die Tauben gehen vorm Kellerloch auf die Klappe, nachmittags gegen Vier.
Und Abends spielt die Nacht Klavier, ziemlich melancholisch. Alkohol ist im Spiel. Der Stier hütet die Tassen und verbirgt den Morgen im Schrank, während der Mond sich mit schon erhobener Sichel zur Jungfrau wendet.
Aus der Tür zum Gelobten Land an der Ecke gegenüber, gleich unter der Neonreklame, wird der Nachtfluss getragen, auf einer Bahre von Eis, und die schwarzen Kapellmeister verneigen sich feierlich.
Der König schweigt und tötet.
Verkehrte Nacht, der Tag ist aufgewacht. Unter der kahlen Kappe des Mondes kreist der Verdacht. Ist denn die Nacht im Tag verstorben? Sie sitzt allein vor ihrer Tür, und keiner, der sie einst umworben, vermählt sich noch mit ihr.
Die Siebenharfe schlummert übermattet immer fort. Der Efeugott pflanzt sich an nackten Mauern Wort.
Witziger werden wäre mir wichtiger als Wichtiges zu erzählen in Zeiten von Corona; man hätte eh nichts Wichtigeres zu erzählen als lauter Corona, trägt Maske und hat auch nichts anderes zu lachen außer der Wirklichkeit; drum geh ich aus.
Der Autoverkehr stinkt wieder im Schritt neben mir her über die Brücke. Beißt auf die Trense, schaut mich schräg von der Seite an und hat etwas Verschlagenes im Blick. Jenseits der Brücke, den Ring entlang, trennt uns schon eine Reihe besorgter Linden voneinander, aber erst, wenn man am Frankenbad rechts abbiegt, wird es ruhiger.
Jetzt ist man in der Altstadt: statt nur Autos und Verkehr begegnen einem hier auf der Straße auch richtige Menschen. In der Bonner Altstadt ist man gern zu Fuß unterwegs; hier hat man Zeit. Am alten Platz zwar heute nur eine Handvoll der üblichen Verdächtigen – Basti mit seinem Hund, die Frau mit dem christlichen Sendungsauftrag, der eingedellte Alte in seinem Rollstuhl, die lahme Flaschensammlerin aus Sri Lanka, die mich immer drängt, schneller zu trinken, und dabei still in sich hineinlacht, Ralph, der mir jetzt erzählt, dass Franz tot ist. Franz, der Bayer, der gute – ich bin bestürzt und weiß auch gleich: der hat ja fast so viel geraucht wie ich. Genau, meint Ralph: was war da anderes zu erwarten – die Lunge ist kollabiert. Er hustete und spuckte schon Blut. Frank hat noch den Notarztwagen geholt. Eine Stunde später war er tot. – Ich bin erst mal bedient und drehe mir eine, weil auch mir ja schon lange nichts Besseres mehr einfällt. Setze mich auf eine Bank, blicke in die Baumwipfel, in denen der Wind mit dem Licht spielt. Einen Moment lang als Tagtraum blitzt mir das Gesicht von Franz auf, voll stillem Humor; dieses nur wie angedeutete Lächeln, tief eingegraben in zwei Mundwinkel, voll einer Lebenserfahrung, die nicht mal mit der Schulter mehr zuckt.
Eine Seite des Platzes entlang reihen sich jenseits der von Bäumen gesäumten Adolfstraße nostalgische, stuckverzierte Fassaden aus der Gründerzeit. Davor rattert gerade ein blutrotes Rennauto von Bugatti, teures Sammlerstück, Baujahr 1930, vorbei. Auch andere Spinner leben in ihren eingebildeten Vergangenheiten, so wie oft genug auch ich selbst. Gibt es sie denn überhaupt noch: Zukunft. Heutzutage wäre doch jede Utopie Nostalgie. Mutter Erde schürzt ihre Röcke und rollt davon, schneller als all ihre Kinder laufen können. Und sprechen eigentlich diese Pflastersteine von der Geduld der Erde oder von meiner Einsamkeit, wenn sie schweigen.
Ich tappe weiter – tack, tack, tack – an meinem Stock durch die Altstadt. Die beiden Jungs, die mir jetzt entgegenkommen, rasierte Stiernacken, harter Blick, machen im Vorübergehen knapp beiläufig klar, dass Abstandsregeln und Männerstolz sich nicht vertragen. Man weicht aus und tappt auf der Fahrbahn weiter. Zwei Frauen überholen mich und wuchten zwei plumpe Hintern an mir vorbei. Echt jetzt, schimpft die eine: Bonn ist einfach nur tote Hose! Ihre Partnerin pflichtet ihr bei. Ich auch nicht, denke ich; ziehe vorsichtshalber die Maske bis hoch über die Nase.
Wenn man die Heerstraße immer weiter läuft, über die Kölnstraße hinweg, weiter geradeaus durch das Rosental, eine jener zahllosen Baustellen entlang, in denen die Stadt Bonn ihr scheinbar wichtigstes Anliegen vorstellt, das wohl darin bestehen muss, die Bauwirtschaft zu alimentieren, über die Römerstraße und immer weiter geradeaus, zuletzt zunehmend abschüssig durch ein Sträßchen mit bunt bemalten Fassaden aus verschiedenen Zeiten einer längst vergangenen Kleinbürgeridylle, kommt man zum Rhein.
Ich setz mich an einen Biergartentisch unten vorm Schänzchen, schon damit man mir nicht nachsagen kann, ich hätte eine Chance ausgelassen. Oben, die Treppe hoch auf dem Schänzchen, kriegt man ein Bier – ein Weißbier für nur 4,50 € … man nimmt’s zur Kenntnis und reicht dem Keeper einen taufrischen, noch drucksteifen Geldschein an einer Ecke aus spitzen Fingern gestreckt hin zur Annahme. Legen Sie ihn bitte erst auf die Schale, sagt er, und nimmt ihn mit spitzen Fingern an der gegenüberliegenden Ecke wieder auf. Jetzt darf ich zwar zum ersten Mal an diesem trübsinnigen Sonntag lachen, aber natürlich nur verschmitzt und unter der Maske verschwiegen, denn Worte zu verlieren wäre witzlos. Geht man davon aus, was Corona mit den Gehirnen von Leuten anstellt, die es noch gar nicht haben, hat das Virus längst gesiegt. Ich flüchte die Treppe hinab an meinen Tisch.
Ich bin allein – alle anderen Tische sind leer; teils wegen Corona, teils weil die nötige Ruhe im Moment nicht aufkommen mag angesichts des Verkehrs und keinerlei Beschaulichkeit einlädt, ausgerechnet jetzt, zu einem Biergartenbesuch. Sonntagnachmittag. Zu Fuß unterwegs sind jetzt klischeegerecht, wie es sich gehört, etwas mehr als halb so viele Hunde wie Hundebesitzer, meist weiblichen, und Jogger, meist männlichen Geschlechts, zusammengenommen, die knapp in der Minderzahl sind. Familien dagegen immer auf Fahrrädern. Kleinkinder nie ohne standesgemäßen Roller oder Tretmobil. Doch dann schwebt, vielleicht einfach deshalb, weil kein Klischee ohne Ausnahme auskommt, vielleicht auch, weil die Schwerkraft im Moment, mit ihr vorübergehend, aufgehoben war, eine zwölfjährige Elfe aus einem Märchen vorbei, das einer erst schreiben müsste, der das Ziel dieser Schritte voraussähe, ins Trübe träumend wie von Erinnerung an eine frühere Welt, die es nie gegeben hat.
Dieses schlammbraun brackige, zum Drängen gezwungene, wie unwillig zwischen kompromisslos planparallelisierten Ufern Dahinströmende da ist der Rhein. Es gibt noch 2 Vögel. Gegenüber sticht der Kirchturm von Beuel vergeblich spitz in den Himmel, damit er blutet: wir wissen ja, wer an allem schuld ist. Trinken aus. Als ich aufbreche, ist auf einmal ein ganzer Schwarm Rabenkrähen über mir. Schweigend, in raschem Anflug, ihrer Sache sicher. Drehen ab.
Ich tappe zurück – tack, tack, tack – an meinem Stock in die Altstadt, lasse mich in der Heerstraße beim Café de Arte nieder und knabbere Marthas Waffeln mit Zucker und Zimt. Gegenüber die sprechende Nostalgie der Gründerzeitfassaden – Stuck und Ziegel, Häuser, die einen anschauten, wie Glucken auf dir hocken wollten, Heimat versprachen, nichts wussten vom Krieg und noch weniger von der nahenden Klimakatastrophe und davon, was es bedeuten würde, zu sterben in Zeiten von Corona. Irgendwann, denke ich, wird es das letzte Mal sein; aber hier hat man Zeit. Im Aufklaren des Wolkenhimmels jetzt ab und an ein Erinnern an den Sommer, der vorbei ist.
paranoide Straßenfluchten ohne Aussicht auf Therapie selbst die Konzilianz des Waschbetons weiß keinen Ausweg indirekt entgegenkommend die Gründerzeitfassaden runzeln die Stirn und schauen einen nie direkt an und
hier kommt es wieder das Leben geht vorbei auch auf der Straße und schielt dich böse an schräg von der Seite
bloß die Dummheit weiß Bescheid wie immer und brummt wichtig vorüber im SUV
die Toten allein sind im Geiste gegenwärtig sind allüberall und gleichzeitig abwesend wenn auch der Geist längst abgestorben ist in euch und
mitten im untoten Leben der Bonner Altstadt verborgen in der unberechenbaren Korrelation der Quanten verbleibt vielleicht ein Rest von dir Jutta
stelle ich mir versuchsweise vor und wirke dabei gegenwärtig wieder mal wie irgendwie geistig abwesend
Eine neue Zärtlichkeit zartbitter für diesen nasskalten todernsten April voller Gravitationswellen und Kriegsflüchtlinge unter einem Himmel voll Drohungen und Drohnen draußen beim Rauchen vorm Spanier zwischen Pfützen und den Überresten der Kirschblüte an einer Straßenecke der Bonner Altstadt
ganz ohne Grund so wie ein plöizliches Glücksgefühl das Teil sein mag einer Anwandlung von Schwindel der Atemlosigkeit wäre Rausch ein Lachen das nichts von sich weiß in den äußeren Spiralarmen der Galaxie die Kettenkarussel fährt mit uns
Wohin aber zieht es die Sterne am Himmel als immer tiefer und tiefer hinab in eine seit Anbeginn stets wachsende Leere, die ein Nirgendwo ist, das überall zu Hause ist im All, und die ich in mir selber manchmal spüren kann, wenn ich allein genug bin dafür; und warum aber sieht man sie stürzen in jene zunehmend ferneren Fernen eigentlich nur, solange es dunkel ist – waren sie denn schwer genug allein nur des Nachts, oder werden sie vom Tag aufgehoben? Der strahlende Auftritt einer siegreichen Sonne in ihrem Wonnemonat Mai wird gefeiert mit Abermillionen von Blüten, in denen ihr das Schweigen der Erde aus der Tiefe entgegensteigt und sich öffnet zum Licht; und jenseits des Horizonts warten Millionen anderer Sonnen auf ihren Augenblick – hier ist er angekommen; und das Blattwerk des Ahorns gegenüber der Bank, wo ich gerade sitze, hält den Moment fest und leuchtet wie von innen vor dem schattigen Hintergrund des betulich nostalgischen Straßenbilds an einer Ecke der Bonner Altstadt – wie ein Kristall aus grünem Licht, der, wenn wieder die Brise weht, leise bebt und lebt.
Pfingstsonntag – über den kleinen Platz vor dem stillen Frankenbad tollen Kinder; ein paar von den Größeren versuchen sich mit mehr oder weniger Erfolg am Basket. Am Kaffeeroller von Frau Holle brummt das Geschäft; ebenso wie an den drei Kiosken, die sich nebst einem der in der Altstadt ubiquitären türkischen Friseure, der urbonnerischen Kneipe Nyx und einer winzigen Sushi Bar um die Platzecke gruppieren, wo sich der Autoverkehr Richtung Innenstadt und Rhein kreuzt. Hier kann man unter anderem Bier kaufen und Tabak. Auf Bänken und verschiedenen Steinquadern oder auch auf dem Boden oder auf dem Randstein zum umgebenden Grün sitzen wir: Randfiguren unserer eigenen Geschichten, die wir nicht verstehen – vom Leben Beschädigte und zu Pfingsten Erleuchtete, die Nachbarin mit dem Hündchen, Dirk, der ab und zu die silberne Querflöte spielt, ein Vater, der nebenher auf sein spielendes Söhnchen aufpassen muss, eine Großfamilie und allerhand Freundescliquen oder Einzelgänger mit verschiedenartigen Migrationshintergründen, darunter ein wehrhafter junger Mann, der einem vermutlich auch was verkaufen könnte, gläubige Veganer, ein überzeugter Falun Gong Buddhist, eine Christin, die weiter vergeblich nach Gott sucht, den sie jetzt gerade jeweils mal wieder gefunden hat, sowie ein kurdischer Sonnenanbeter mit Messerstichnarben und ein stur rechtgläubiger marokkanischer Moslem und Kalifatsanhänger, die trotzdem irgendwie miteinander auskommen, statt sich nach viele Jahrhunderte alter Tradition in Mohammeds Namen gegenseitig umzubringen, allerlei Säufer, Vorbestrafte, Traumatisierte, der Typ mit meinem Notizbuch, den sie hier Professor nennen und der das hier jetzt gerade aufschreibt, und andere Spinner, die auch alles besser wissen, dazwischen der ehemalige iranische Kindersoldat mit dem riesigen Kruzifix – philosophieren ohne hinreichenden Verstand, verbreiten letzte Gerüchte, tauschen lächerliche Beleidigungen aus oder erzählen Witze, die jeder kennt, lachen trotzdem noch einmal, prosten einander zu; dann hier und da wieder einer, der ähnlich wie ich für sich bleibt, schweigt und sich treiben lässt, beglückt vom ersten Sonnenschein nach dem monatelangen Regenwetter; und irgendwo kreist ein Joint.
„Himmelsleiter!?“ liest jetzt Angela laut vor, die vorbeikommt und mir über die Schulter schaut. „Wird das ein neues Gedicht, oder willst du dich endgültig davonmachen?“ Sie trägt einen hinreißenden Hosenanzug im Stil der Siebziger mit Schlag, ganz in Schwarz. „Ich bin doch sowieso und immer schon ganz weg von dir; und die Himmelsleiter ist bloß eine kleine blaue Blume“, gebe ich zurück, weil mir im Moment nichts Besseres einfällt, und klappe das Buch zu. Das Gedicht wäre die Leiter, auf der ein Gedanke vom Himmel steigen würde, ohne anzukommen … hier unten, am Boden der Tatsachen, sitzen wir und schwatzen und warten vergeblich auf irgendwelche Art von Erleuchtung. Gegenüber bebt wieder leise in der Brise die wie von innen leuchtende Krone des Ahornbaums – kann das denn sein, frage ich mich plötzlich, dass sich selbst das Licht vor Lachen über uns schüttelt?
Die Totenglocke schlägt gewichtig vom Turm der Marienkirche und verkündet das eherne Gesetz der Zeit: auf ewig immer zu Ende zu sein. Ich hebe ab und bin wieder verbunden mit Jutta – es schweigt am anderen Ende der Leitung. Eine zärtliche Stille hüllt mich ein, legt wieder auf. Ich komme zu mir.
Die Glocke ist verstummt; doch auch der Lärm der Lebenden ist abgeebbt. Im Moment nicht mal Hundegekläff; selbst das Selbstgespräch der Irrsinnigen pausiert. Oktober – mir ist auf der Sonnenseite heiß und gleichzeitig auf der Schattenseite kalt, wie ich da so sitze – mit meiner Zigarette, bei den anderen Alten, auf der Bank.
Ein kleiner Junge treibt den Ball über den Platz; ein großer schleppt Bier für alle an – die Kindheit kehrt nicht zurück; auch nach dem zwölften Schoppen. Jetzt aber Claudia, die Zwergfrau, mit ihrem Kinderwagen voll Puppen und eingesammelter leerer Flaschen!?
Um einen sienaroten Gummiball dreht sich die Welt – erst tollen die Kinder um ihn herum; dann hängt er unerreichbar gegen Abend am Himmel und glüht orange vor Sehnsucht nach dem ausgelassenen Glück der Kindheit!
Ein Kinderspiel die Welt … der Tod, der alte Kinderschreck, kehrt die Reste zusammen, wenn es vorbei ist. Im Jenseits, glaube ich, halten sich die Erwachsenen die Bäuche über uns und probieren das Nachlaufen.