zum 100. Geburtstag von Paul Celan
Die rätselhafte Einsamkeit des Poeten Paul Antschel
aus der zärtlichen Bukowina hellgewiegtem Vermächtnis
legt eine Spur
nichts umfassend
hertreibend seit jeher wie Asche vorm Wind
überall hin
nirgendwo angeweht
das Wort im Gepäck von Nöten
Rauchseelen Lichtzwang
Sanft sanfte Mutter
verbracht ins Gelände
niedergeschossen am niedergebrochenen Zaun
Die Furche pflügt aus dem Acker untrüglich Verstummen
Kein Schwur vermittelt mich an dich
Herrenmensch
kein Applaus keine Brandung kein Rausch
nicht der Kitt im Gefüge der Ziegel im größeren Haus
keine Macht Doppelglasdämmung Worte
Am Flimmerbaum Flimmerbaum erhängt
Für Dich Dividende den Vorstandsbonus sogar
und den laufrunden Fünfzylinder mit Kaviar
Für mich den Riss quer durchs Bild
