hat Dich mein schwarzes Blut erkannt.
Auf der Kreuzung des Wegs mit der Straße vorm Haus
liefst Du durchs Bild. Die Sirenen sangen;
doch ich senkte den Blick, bedenkend,
dass auch die Flamme der Kerze noch einmal heller aufflackert, verlangender, kurz bevor sie verlischt…
und frieren denn nicht die Sterne am Weihnachtshimmel?!
Mein schwarzes Blut allein kennt Deinen Namen.
Wer kennt den längsten Augenblick?
Wer küsste die Spur im Sand,
war die Rose im Meer und
der Stein auf dem Grund?
Wie jedes Glück an einem Unheil hing seither,
am langen schwarzen Faden, solang,
bis es in einem späten Abendlicht
verging.
Ich hab das Kind gesehen
und zwischen uns den schwarzen Kelch.
Die Inschrift, goldnes Schilf auf rotem Spiegel,
blieb ungelesen.
und Du bist in mir die tote Zeit.
Das Verlies im Beton der Erinnerung war für Dich bestimmt.
Dass Du entkamst, war Geschick.
Es gibt kein Zurück, denn ich sehe Dich:
jetzt trinkst Du mein schwarzes Blut.
