Unrast

Eine Tunnelbaustelle voller Lärm
sich tiefer und tiefer ins Paradox grabend und
immer näher heran an den Tresorraum des Archivs
wo der Torso aufbewahrt wird
liefert die Leinwand meines Films
der flackernde Schatten wirft
auf eine lange Mauer
im künstlichen Licht

Unrast war aller Fahndung Anfang, doch ein plötzlicher Verdacht, der mich, hinter einem Stützpfeiler verborgen, im Vorübergehen überfällt, löst noch in fernen Schächten ein Zittern aus.

Zeitlupe
Rückblende
Schnitt

Haben denn die Bauleute tragende Elemente in der Struktur der Stollen vergessen? Haben die Poliere stählerne Armierungen an Schrotthändler verhökert? Wird mein System wie ein Kartenhaus zusammenbrechen, bevor ich die Wand zum Geheimnis erreicht und durchbrochen haben werde?

oder werde ich nicht länger Schacht
sondern Beben sein?

Eingetragen am Mittwoch, Juli 21st, 2010 unter Lyrisches.

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