Bockshornklee

In plötzlicher Bestürzung
Kurvenlage –
die Feder sticht ins Auge,
fremd,
dem Auge gegenüber,
im Rückblick auf den engeren Kreis,
noch während man ihn schon wieder ferner umkreist
wie auf Schienen.


Die nächste Kehre der Straßenbahn ruft aus der Nacht hervor,
was unbemerkt abseits gestanden hatte, nebenan –
ein Transparent mit sieben Siegeln,
dich.

Nun bist du hier, bist angekommen, und überall ist nirgends, in einem Netz aus Licht und Fremdheit, die keine Neugier mehr enthält; und dein kälterer Blick fühlt sich angeblickt von den schweigsamen Gestalten noch halb nackter Bäume, die draußen auf dich zu warten scheinen, verwegener Gesellschaft gleich auffahrende Gesten ausstellend,
wie in erstarrten Tänzen begriffen,
die dem verstummten Himmel gelten müssen,
und ausgestreut zwischen abstrakt verträumten Fassaden einer sich selbst nicht bewußten Verlassenheit, die sich das Spotlight gibt, so wie ich mir den Spiegel, in dem du erstehst,
in vornehmer Abwesenheit
mir gegenüber.

Und dort,
wo die Nacht am tiefsten ist,
hinter dem Licht,
steht mein Stern.

Eingetragen am Mittwoch, Juli 21st, 2010 unter Lyrisches.

Antwort hinterlassen

*